Artgerechte, zertifizierte Bio-Tierhaltung ist Menschenschutz!

Wunderschön

Ein schönes Foto. Ein wunderschönes Tier. Was meint Ihr, ist dieses Tier glücklich?
Ja, unsere Familie ernährt sich mit Bio-Lebensmitteln. Mit Fleisch aus artgerechter Haltung. Nein, wir sind keine Vegetarier. Wir essen gerne mal ein schönes Steak.
Mit dem Wissen, dass ich heute habe, esse ich bestimmt kein Stück Fleisch mehr aus dem Discounter, möge es auch noch so günstig sein.
Wann habt Ihr das letzte Mal eine Kuh auf einer Weide wiederkäuen gesehen? Habt Ihr überhaupt schon mal eine Kuh draußen gesehen in ihrer natürlichen Umgebung? Eure Kinder kennen eine Kuh? Oder ist für Eure Kinder die Kuh lila?

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Gerne verschließen wir die Augen und sehen lieber nur das Stück Fleisch abgepackt im Kühlregal liegen. Wir müssen uns nicht unangenehmen Fragen stellen, ob dieses Tier ein Leben hatte und ob dieses lebenswert war.
Verdrängen und das Stück Fleisch einfach in uns reinstopfen, ist viel einfacher, als sich mit der Realität auseinander zu setzen.
Aber glaubt mir, wenn Ihr einmal damit begonnen habt, wenn Ihr bei mir in die Schule geht, werdet Ihr hinterher auch kein Fleisch mehr einfach so im Discounter kaufen.
Ihr zeigt nicht nur Achtung und Respekt vor dem Nutztier, in unserem Fall hier der Kuh, sondern auch dem Landwirt mit seiner Familie, die mit viel Liebe und Zeitaufwand sich um diese Tiere kümmern, ihnen zu einem artgerechten Leben verhelfen und wirklich noch den Namen Landwirt oder Bauer mit Stolz tragen dürfen.

Nein, Ihr tut es auch für Euch. Indem Ihr seltener und damit weniger Fleisch pro Woche zu Euch nehmt, dafür aber qualitativ hochwertiges Fleisch esst.
Zweimal die Woche Fleisch auf dem Tisch ist mehr als genug. Euer Körper wird es Euch danken. Dadurch, dass die Rinder auf der Weide leben, Gras und Heu
fressen, haben ihre Milch & ihr Fleisch zum Beispiel einen viel höheren Wert an
lebensnotwendigen Omega-3-Fettsäuren als bei Produkten, die aus konventioneller Landwirtschaft stammen.

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Zudem bekommt Ihr ein Fleisch, frei von Antibiotikum und Wachstumshormonen. Tiere, die artgerecht gehalten werden, regelmäßigen Weidegang haben und da ist es jetzt egal, ob wir über Schweine, Geflügel oder Rinder reden, haben ein viel besseres Immunsystem. Sie sind dadurch weniger anfällig für Krankheiten, müssen seltener medikamentös behandelt werden – eigentlich einleuchtend, oder?
Ihr werdet es an der Qualität des Fleisches und dem daraus resultierenden viel besseren Geschmack merken.
Und glaubt mir, Euer Gewissen sitzt auch mit am Tisch!

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Ich möchte Euch Allen, die zu mir kommen, um zu lernen sich gesünder zu ernähren, einen Blick hinter die Kulissen ermöglichen.
Ich lehre Euch, wenn Ihr es möchtet, den Unterschied zu erkennen, zu leben und zu schmecken, zwischen konventioneller Landwirtschaft und Bio Landwirtschaft.

Ich möchte Euch die Familie Grüner vorstellen. Sie betreiben in Emsbüren in Niedersachsen seit mehr als 20 Jahre eine Limousin-Rinderzucht, nach strengen Bioland-Richtlinien. Seit drei Jahren beziehen wir regelmäßig für unsere vierköpfige Familie unser Rindfleisch von Familie Grüner.

Über die Jahre hat sich ein freundschaftliches Verhältnis entwickelt und so bin ich sehr dankbar, dass ich Euch an dieser Stelle, ergänzt durch wunderschöne Fotos, etwas mehr von der Familie Grüner und ihrem Bioland Betrieb erzählen darf.

Auf den Fotos, die in diesem Text abgebildet sind, seht Ihr ausschließlich Tiere der Familie Grüner. Alle Fotos und Informationen in diesem Beitrag auf dieser Seite, Links ausgenommen, wurden mir von Familie Grüner zur Verfügung gestellt.

Vielen Dank an dieser Stelle für die Zeit – mehrere Stunden – verbunden mit intensiver Hilfe und die geduldige Beantwortung all meine Fragen.

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Familie Grüner beweidet mit ihren Limousin-Rindern 100 Hektar Bioland zertifiziertes Grünland. Die Herde besteht aus 60 Mutterkühen und vier Zuchtbullen. Mit Kälbchen und Rindern aller Altersklassen zusammen genommen, weiden auf den 100 Hektar circa 140 Tiere. Die Rasse Limousin hat ihren Ursprung in der kargen Landschaft des französischen Mittelgebirges um Limoges, wo die freilaufenden Herden zur Beweidung unwegsamen Geländes gehalten werden. Die Rasse ist sehr genügsam. Limousin-Rinder sind ebenso für ihre Friedfertigkeit, ihren Sanftmut und die hervorragende Fleischqualität bekannt. Aber auch weil man sich auf den Urinstinkt der Muttertiere und das soziale Verhalten in der naturnahen Aufzucht besonders gut verlassen kann, hat sich Familie Grüner für die Haltung der Limousin-Rinder entschieden.

Auf der Homepage der Familie Grüner bekommt der interessierte Benutzer ausführliche Informationen über Haltung, Fütterung und das soziale Leben der Tiere.

„Wenn es draußen herbstlich wird und das Gras auf den Weiden nicht mehr wächst, kommen die Tiere auf die Winterweide. Hier stehen ihnen offene, begehbare Stallungen mit Stroheinstreu zur Verfügung, die von den Rindern nach eigenem Belieben genutzt werden können.“

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Gefüttert werden die Tiere neben den Weidegräsern mit Heu und Silage, die zum Großteil aus dem eigenen biologischen Anbau stammen. Wenn Futter dazu gekauft werden muss, ist es dem Bioland zertifizierten Betrieb nur erlaubt, von ebenfalls Bioland zertifizierten Betrieben Futter dazu zu kaufen.

“ …. im Mai wird wieder ausgetrieben auf die Sommerweide, wo sich die Herde ausschließlich von Weidegräsern ernährt.“

Die Kälber werden im Herdenverband geboren und haben eine Säugezeit von 9-10 Monaten, die sie in engem Kontakt mit ihrer Mutter verbringen. Danach kommen die Jungtiere gemeinsam in eine Gruppe von gleichaltrigen Kälbern.
limousin1Im Alter von zwei bis zweieinhalb Jahren, werden die Rinder geschlachtet und über
Direktvermarktung, ohne Zwischenhändler verkauft. Herr Grüner ist selbst gelernter Metzger. Dadurch, dass keine anderen Firmen dazwischen geschaltet sind, die an dem Rindfleisch noch verdienen möchten, bekommt man dieses hochwertige, Bioland zertifizierte Fleisch zu einem fairen Preis.
Für die Familie Grüner ist es selbstverständlich, dass Tier zum Schlachter, einer kleinen Laden-Schlachterei, ca. fünf Minuten Fahrzeit von den Weiden entfernt, zu begleiten. Die Verantwortung für das Tier beginnt so mit der Geburt des Kälbchens und endet erst mit der Schlachtung des Tieres, bei welcher Herr Grüner selbstverständlich zugegen ist. Anschließend wird das Rind von Herrn Grüner selbst fachmännisch zerlegt. So ist gewährleistet, dass Alles, von der Geburt bis zum Zerlegen des Rindes, nach strengen Biolandrichtlinien erfolgt.

In folgendem Video, könnt Ihr einen kleinen Eindruck gewinnen, wie die Tiere leben dürfen.

Ob dieses Leben lebenswerter ist, als in der konventionellen Tiermast, diese Frage erübrigt sich an dieser Stelle für den aufmerksamen, interessierten Leser garantiert.

Nehmt Euch etwas Zeit beim Betrachten der Fotos auf dieser Seite. Ich finde es immer wieder beeindruckend zu erkennen, wie unterschiedlich sich die Haltung von Nutztieren auf das Leben und die Gesundheit dieser Tiere auswirkt. Es ist so ein großer Unterschied, ob die Tiere sich frei auf einer Weide bewegen können, mit engem Anschluss an den Menschen, der sie betreut oder ob sie stupide in einem Stall unnatürlich, gelangweilt und monoton ihre Lebenstage verbringen müssen, teilweise verdammt zur Bewegungslosigkeit.

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Limousin Apfelbaum

Auf diesem Bild seht Ihr einige der Tiere, die sich um einen Apfelbaum versammelt haben. Im Herbst, wenn die Äpfel vom Baum fallen, ist es schön zu sehen, wie die Rinder sich selbst aus 200m Entfernung schnell in Bewegung setzen, wenn sie das dumpfe „Plumps“-Geräusch eines herabfallenden Apfels hören. Auch wenn ihr Besitzer Herr Grüner oder eines der vier Kinder dem Obst etwas beim Herunterfallen nachhilft, versammeln sich die Tiere mit Blick nach oben unter dem Apfelbaum und warten auf das Herabfallen der reifen, süßen Früchte.
Die Arbeiten, die rund um die Rinderherde tagtäglich verrichtet werden, um gesunde, ausgeglichene Tiere zu halten, ist ein Vollzeitjob. Täglich verbringt die Familie viele Stunden zwischen ihren Tieren. Sie kennen jedes der einzelnen Tiere genau.
Viele durchwachte Nächte gehören zu der verantwortungsvollen Aufzucht von Rindern dazu, denn das Ehepaar Grüner begleitet die Geburten ihrer Tiere, um im Ernstfall helfend eingreifen zu können.

limousin4Schon mal von dem Jakobskreuzkraut gehört?
Ich konnte früher nichts mit dieser Pflanze anfangen. Heute weiß ich, dass Biolandwirte viele Stunden auf ihren Weideflächen damit verbringen, diese hochgiftigen Pflanzen komplett auszugraben. Einhundert Stunden pro Familienmitglied, denn die  vier Kinder helfen auch mit, sind so schnell zusammen, um auf den Weideflächen von 100 Hektar diesem gefährlichen Kraut Einhalt zu gebieten.

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Schon einmal einen feuchten Kuss von einem Rind bekommen?

Rinderkuss

Mit diesem schönen Gefühl möchte ich Euch für heute entlassen.

Bewahrt diese schönen Fotos von gesunden, vitalen Kühen in Eurem Herzen auf und überlegt Euch, wo und bei wem Ihr das nächste Steak kaufen möchtet.

Ein „Dankeschön“ möchte ich zum Schluss dieses Beitrages noch an meine Freundin, die Autorin Kari Lessír schicken, die mir mit ihrer Erfahrung beim Korrektur lesen immer wieder eine große Hilfe ist.
Danke Kari.